Für mobile Roboteranwendungen gelten besondere Hardwareanforderungen, die Sie beachten müssen
Warum ist es wichtig, industrielle Hardware statt kommerzieller Komponenten in Roboter zu integrieren? Viele kommerzielle Hardwareoptionen bieten die erforderlichen Verarbeitungsfunktionen, I/O-Optionen, Platzbedarf usw. Der Haken? Mobile Roboter- und Automatisierungsanwendungen müssen einzigartige Anforderungen erfüllen.
Wenn Sie die Wildnis lieben und Off-Road-Pfade zu atemberaubenden Ausblicken von Berggipfeln oder unberührten Stränden nutzen möchten, sind diese Informationen genau das Richtige für Sie. Abgesehen von der vollständigen Schutzausrüstung und Spezialkleidung für Ihren Körper benötigen Sie das entsprechende Auto, um zu diesen wunderschönen, ungezähmten Orten zu gelangen. Mit anderen Worten: Sie werden niemals mit einem Kleinwagen auf eine Offroad-Strecke fahren. Sie nehmen einen 4x4-LKW, der raue Umgebungen bewältigen kann.
Einerseits sind Kompaktwagen für überfüllte Städte mit begrenzten Parkplätzen und großen Staus konzipiert. Aufgrund ihrer Größe und Effizienz bieten sie eine hervorragende Leistung und decken die Bedürfnisse der Menschen ab, die sich in einer Stadt bewegen.
4x4-Lastkraftwagen hingegen sind dafür konzipiert, Lasten zu transportieren, schlecht gewarteten Straßen standzuhalten und sich in Flüssen, Schnee und Sand fortzubewegen. Sie eignen sich perfekt für Abenteuer in unbekanntem Terrain.
Mobile Roboter gehen an gefährliche Orte wie den Mars, das Meer, in Vulkane … und müssen dennoch in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen und zu handeln. Neben dem internen Kampf um Ressourcen innerhalb des Roboters (mehr können Sie in diesem Blogbeitrag lesen) müssen Sie die folgenden Faktoren berücksichtigen, die sich speziell auf die Hardware in mobilen Anwendungen auswirken, insbesondere für autonome mobile Roboter (AMRs) oder automatisch geführte Fahrzeuge (AGVs) in industriellen Umgebungen.
Harte Umgebungen
Industrielle AMRs oder AGVs fahren möglicherweise in Minen oder in Lagerhäusern herum. In jedem Fall funktionieren diese in staubigen, heißen und möglicherweise feuchten Umgebungen. Daher benötigen die in den Robotern oder Fahrzeugen enthaltenen Hardwarekomponenten oder Computer Schutz und Zertifizierungen, die garantieren, dass sie unter diesen Bedingungen einwandfrei funktionieren. Leider sind diese Zertifizierungen für die meiste kommerzielle Hardware nicht erforderlich. Das bedeutet, dass kommerzielle Hardware zwar in rauen Umgebungen funktionieren kann, ihre Lebensdauer jedoch stark verkürzt werden kann. Folglich müssen Sie Geld für Wartungsdienste und Ersatzteile ausgeben, um die beschädigten Komponenten kontinuierlich auszutauschen. Industriekomponenten können von Anfang an teurer sein, aber auf lange Sicht sparen Sie damit Geld bei der Wartung. Genauso wie Sie durch den Kauf hochwertiger Reifen für Ihr Allradfahrzeug einen schlimmen Unfall an einem abgelegenen Ort vermeiden können und langlebiger sind als normale Reifen. Der Schlüssel zum Kosten- und Haltbarkeitsmanagement von Industriekomponenten liegt darin, Ihre Anwendungsanforderungen wirklich zu verstehen und diese zu erfüllen. Sie können einen sachkundigen Hardware-OEM nutzen, der Komponenten entsprechend Ihren spezifischen Anforderungen entwerfen und Ihnen dabei helfen kann, Ihre genauen Prioritäten festzulegen.
Lebenszyklusmanagement
Wie bereits erwähnt, erfordert industrielle Hardware Zertifizierungen. Der Erwerb und die Aufrechterhaltung dieser Zertifizierungen sind nicht billig. Dies bedeutet aber auch, dass der Lebenszyklus industrieller Hardware länger ist, was bedeutet, dass die erforderlichen Komponenten länger hergestellt werden als kommerzielle Hardware, wodurch Sie Zertifizierungskosten sparen können. Dabei geht es jedoch nicht nur um Geldersparnis, sondern auch um eine Frage der Zuverlässigkeit. Roboter können Menschenleben ebenso gefährden, wie sie sie retten oder erleichtern können. Daher ist die Kontrolle des Lebenszyklus der in Ihrem AMR oder AGV enthaltenen Hardware von größter Bedeutung, um keinen Schaden anzurichten. Folglich können Sie keine kommerzielle Hardware in einen Roboter einbauen, genauso wenig wie Sie einen ungetesteten 4x4-Lastwagen kaufen würden. Die Zukunft der Logistik, der Medizin oder des Reisens zu gestalten, indem Sie das Neuland der Robotik betreten, bedeutet, dass Sie keine Abkürzungen zum Erfolg nehmen und 4x4-Industriehardware für Ihre Anwendung verwenden.
Kompatibilität mit speziellen Betriebssystemen
Da mobile Roboter über künstliche Intelligenz verfügen, um sie bei der Ausführung komplexerer Aufgaben zu unterstützen, muss die Datenverarbeitung in mehreren Hardwaregeräten erfolgen, manchmal außerhalb des Roboters selbst und näher an einem Server. Die Verbindung eines Roboters mit dem Internet oder einem internen Netzwerk wirft Sicherheitsprobleme auf (Lesen Sie hier mehr über Hardwaresicherheit), aber auch die Notwendigkeit eines speziellen Betriebssystems. Es gibt auf Roboteranwendungen spezialisierte Betriebssysteme, die ähnliche Hardwareänderungen ermöglichen, mit mehreren Programmiersprachen arbeiten, Inter-Process-Communication (IPC)- und Remote Procedure Call (RPC)-Systeme implementieren, bei Bedarf eine Verbindung zu Feeds von Remote-Hardware ohne zusätzlichen Code herstellen und parallele Problemlösungen ermöglichen. Auch wenn Ihr 4x4-Truck über alle langlebigen Teile für außergewöhnliche Abenteuer verfügt, müssen Sie diese Ausrüstung mit der richtigen Software koppeln. Erfahrene Hardware-OEMs können garantieren, dass ihre Hardware mit speziellen Robotik-Betriebssystemen umgehen kann, die Ihre Anwendung zuverlässig, sicher und effizient machen. Mehr darüber können Sie in diesem Blog lesen.
Wie Sie sehen, beginnt die Gestaltung der Zukunft der mobilen Robotik mit einer guten Grundlage: zuverlässiger, sicherer Industriehardware, die Robotikanwendungen in Bezug auf raue Umgebungen, Lebenszyklusmanagement und Kompatibilität mit speziellen Betriebssystemen auf einzigartige Weise gewachsen ist. Wenn Sie weiter über Robotik und Hardware lesen möchten, lesen Sie unsere Robotik-Blogserie.


